Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Amselsee und Amselfall

Mittwoch, 13. Juli 2011

Der Amselsee bei Rathen in der Sächsischen Schweiz ist ein etwa 1,2 Hektar großer Stausee und bei Touristen außerordentlich beliebt. Er wird nach und während Wandertouren von fußmüden, schwitzenden und eingestaubten Touristen gern aufgesucht, die sich hier etwas Abkühlung und Entspannung verschaffen möchten. Der den See speisende Amselfall produziert einen Dunstschleier, der die Luft anfeuchtet und für zusätzliche Kühlung sorgt. Der Amselgrund verengt sich an dieser Stelle des Amselgrundtales und der Grünbach stürzt in Form eines breiten Schleiers etwa 10 m in die Tiefe. Es ist möglich, sich hier ein Ruderboot zu leihen und auf dem Amselsee eine kleine Bootstour zu unternehmen.

Um den 540 m langen See anzulegen, wurde der hier Grünbach genannte Amselgrundbach angestaut. Die Staumauer ist etwa 35 m lang, 5 m hoch und an ihrer Krone ungefähr 2 m breit. Der See wurde in den 30 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts angelegt. Ursprünglich sollte er für Feuerlöschzwecke, zur Hochwasserregulierung und zur Fischzucht genutzt werden. Der touristische Aspekt wurde damals nur zweitrangig behandelt. Zu beiden Seiten des Sees ragen steile Kletterfelsen in die Höhe, von denen die so genannte Lokomotive der bekannteste ist. Im See wird heute Fischzucht betreiben. Der Besatz besteht aus Bachforellen und amerikanischen Regenbogenforellen, die in dem klaren, vom Amselfall mit sauerstoffreichem Wasser gespeisten See beste Bedingungen für ein gutes Gedeihen vorfinden. Die Forellen stürzen sich auf alles Fressbare, was die Touristen in das Wasser werfen. Dies wird von den Betreibern der Fischzucht aus verständlichen Gründen jedoch nicht gern gesehen.

Da der Amselsee unweit der Felsgruppe der Bastei gelegen ist, ergänzen sich diese beiden touristischen Ziele in idealer Weise. Von der Bastei aus kann der Besucher seinen Blick über einen großen Teil des Elbtales und der übrigen sächsischen Schweiz schweifen lassen und am Amselsee kann er in die grüne Kühle der Umgebung des Gewässers eintauchen. Die oberhalb des Amselfalls gelegene Amselfallbaude ist eine sehr beliebte gastronomische Destination, die gern für besondere Anlässe von Privatpersonen und Gesellschaften gebucht wird.

Felsgruppen der Sächsischen Schweiz

Donnerstag, 17. März 2011

In Millionen von Jahren hat die Elbe tiefe Furchen in das Sandsteinmassiv des Elbsandsteingebirges geschnitten und gemeinsam mit anderen Wasserläufen bizarre Gebirgsformen geschaffen. Die Erosion durch Niederschläge und Wind trug dabei ihren Teil ebenso bei. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird ob seiner landschaftlichen Schönheit heute landläufig Sächsische Schweiz genannt während sein Pendant auf tschechischer Seite in der deutschen Sprache die Bezeichnung Böhmische Schweiz trägt.

Die Felsengruppe der Bastei stellt für viele die schönste Felsengruppe der Sächsischen Schweiz dar. Eine ganze Gruppe von Felsspitzen ragt hier steil empor. Viele von Ihnen sind durch die so genannte Basteibrücke miteinander verbunden. Dem Namen entsprechend wurde dieses System einst als Befestigungsanlage ausgebaut. Von den Zinnen der Bastei kann der Tourist den malerischen Blick auf die tief unter ihm dahin fließende Elbe genießen. Nicht weit von der Bastei entfernt befindet sich die Felsenburg Neurathen, ebenso aus Felsnadeln bestehend. In diese wurde in der Tat eine Felsenburg eingearbeitet und durch konstruktive Elementen architektonisch miteinander verbunden.

Der Kuhstall ist ein Felsentor mit imposanten Ausmaßen. Nur das Prebischtor ist noch größer, befindet sich aber auf der böhmischen Seite. Wie zwei Pfeiler in der Landschaft wirken der Rauenstein und der ihm gegenüber liegende noch bekanntere Lilienstein. Beide Berge sind stark zerklüftet und fallen zur Elbe hin steil ab. Eine ebenso stark zerklüftete und langgestreckte Felsgruppe sind die Schrammsteine. Der ehemals zur Felsgruppe gehörende Falkenstein steht heute relativ einsam in der Landschaft. Es gibt noch viele weitere Felsen und Felsgruppen in der sächsischen Schweiz, von denen jeder oder jede für sich alleine sehenswert ist. Als Gesamtheit machen diese Felsen den ganz eigenen Reiz des Elbsandsteingebirges aus und ziehen jährlich zehntausende Besucher aus ganz Deutschland und dem europäischen und amerikanischen Ausland an.