Archiv für die Kategorie ‘Sehenswürdigkeiten’

Felsgruppen der Sächsischen Schweiz

Donnerstag, 17. März 2011

In Millionen von Jahren hat die Elbe tiefe Furchen in das Sandsteinmassiv des Elbsandsteingebirges geschnitten und gemeinsam mit anderen Wasserläufen bizarre Gebirgsformen geschaffen. Die Erosion durch Niederschläge und Wind trug dabei ihren Teil ebenso bei. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird ob seiner landschaftlichen Schönheit heute landläufig Sächsische Schweiz genannt während sein Pendant auf tschechischer Seite in der deutschen Sprache die Bezeichnung Böhmische Schweiz trägt.

Die Felsengruppe der Bastei stellt für viele die schönste Felsengruppe der Sächsischen Schweiz dar. Eine ganze Gruppe von Felsspitzen ragt hier steil empor. Viele von Ihnen sind durch die so genannte Basteibrücke miteinander verbunden. Dem Namen entsprechend wurde dieses System einst als Befestigungsanlage ausgebaut. Von den Zinnen der Bastei kann der Tourist den malerischen Blick auf die tief unter ihm dahin fließende Elbe genießen. Nicht weit von der Bastei entfernt befindet sich die Felsenburg Neurathen, ebenso aus Felsnadeln bestehend. In diese wurde in der Tat eine Felsenburg eingearbeitet und durch konstruktive Elementen architektonisch miteinander verbunden.

Der Kuhstall ist ein Felsentor mit imposanten Ausmaßen. Nur das Prebischtor ist noch größer, befindet sich aber auf der böhmischen Seite. Wie zwei Pfeiler in der Landschaft wirken der Rauenstein und der ihm gegenüber liegende noch bekanntere Lilienstein. Beide Berge sind stark zerklüftet und fallen zur Elbe hin steil ab. Eine ebenso stark zerklüftete und langgestreckte Felsgruppe sind die Schrammsteine. Der ehemals zur Felsgruppe gehörende Falkenstein steht heute relativ einsam in der Landschaft. Es gibt noch viele weitere Felsen und Felsgruppen in der sächsischen Schweiz, von denen jeder oder jede für sich alleine sehenswert ist. Als Gesamtheit machen diese Felsen den ganz eigenen Reiz des Elbsandsteingebirges aus und ziehen jährlich zehntausende Besucher aus ganz Deutschland und dem europäischen und amerikanischen Ausland an.

Fahrten mit traditionellen Bahnen

Dienstag, 16. November 2010

Wer in die sächsische Schweiz reist, der tut dies vor allem, um die Schönheit der Natur zu erleben und zu genießen. So treibt es auch eine Vielzahl der Besucher zu Fuß in die wunderschöne Gegend, denn wandernder Weise lässt sich die Umgebung der Sächsischen Schweiz hervorragend erkunden.
Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist oder sich mal eine kleine Auszeit nehmen möchte, aber nicht einfach nur faul und untätig sein will, der sollte einmal über eine Fahrt mit einer der drei klassischen Bahnen der Gegend nachdenken. Schon mehr als ein Jahrhundert fahren diese Bahnen ihre Strecken durch die Sächsische Schweiz und haben sich heute zu kleinen Geheimtipps unter Touristen gemausert.
Eine der drei Optionen ist die so genannte „Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn“. Ihr Weg führt sie von Bad Schandau durch das malerische Sebnitztal bis hoch hinauf ins Unger-Bergmassiv. So fährt die Eisenbahn eine Strecke, die es landschaftlich wirklich in sich hat: verschiedene Tunnel beeindruckende Dämme, Brücken, Viadukte und wunderschöne Täler werden durchquert und bieten dem Reisenden herrliche Ausblicke. Der Weg ist dabei unter Umständen interessanter als das Ziel und so mancher soll gleich wieder mit zurückgefahren sein. Mit etwas Glück erwischt man sogar einen der regelmäßig fahrenden Traditionszüge, der nicht von einer regulären Diesellok, sondern von einer klassischen Dampflok gezogen wird.
Eine andere Bahn, die erschöpften Füßen gerade Recht kommt und auf ihrem Weg wunderschöne Landschaften durchquert, ist die Kirnitzschtalbahn. Schon 1898 wurde diese damals hochmoderne elektrische Straßenbahn in Betrieb genommen und hat seit dem schon so manchen Einheimischen und genau so viele Besucher zum Lichtenhainer Wasserfall gebracht, der nicht ohne Grund zu den beliebtesten Ausflugzielen gehört.
Noch älter ist die Müglitzbahn, die bereits 1890 begann, ihre bergige Fahrt von Altenberg nach Heidenau zu unternehmen. Etwa 38 Kilometer sind insgesamt zurückzulegen und streckenweise sind die Ausblicke so schön, dass man niemals ankommen möchte. Auch die Müglitztalbahn fährt täglich und ist mit moderner Technik ausgestattet. Doch auch hier sollte man die Augen nach einem Sonderzug offen halten, der mit einer traditionellen Dampflok betrieben wird, was eine Fahrt natürlich zu einem besonderen Erlebnis macht.