Dresden

25. Januar 2011

Dresden ist das Tor zur Sächsischen Schweiz, sprich zum Elbsandsteingebirge. Viele Besucher der Stadt unternehmen von hier aus Ausflüge in die Sächsische Schweiz, meist auf der Elbe mit Ausflugsdampfern, die teilweise noch mit einem Schaufelrad angetrieben werden. Diese Kombination aus Sight Seeing und Ausflügen scheint sich stetig wachsender Beliebtheit zu erfreuen. Natürlich hat die Stadt als solche schon eine Menge zu bieten. Im 2. Weltkrieg durch alliierte Bombenangriffe waidwund geschossen, ist sie wieder erblüht.

Dresden ist auch die Landeshauptstadt Sachsens und hat circa eine halbe Million Einwohner. Sie liegt genau auf der Achse der beiden Hauptstädte Berlin und Prag. Den Beinamen „Elbflorenz“ erhielt Dresden schon sehr früh wegen seiner Schönheit und seiner Kunstsammlungen. Sicherlich verdankt sie diesen Namen auch ihrer mediterranen und barocken Architektur, von der viele Bauwerke im Feuersturm des Bombardements leider untergegangen sind. Auch der Zwinger wurde sehr stark zerstört und es bedurfte Jahrzehnte, um ihn wieder so herzurichten, dass er heute ein Publikumsmagnet ist. Von seiner architektonischen Schönheit einmal abgesehen, sind es die Ausstellungen im Zwinger allein schon wert, einen ganzen Tag dort zu verbringen. Die Galerie Alte Meister mit der Sixtinischen Madonna, der Mathematisch-Physikalische Salon, die Porzellansammlung oder die Rüstkammer sind allesamt museale Leckerbissen. In direkter Nachbarschaft des Zwingers befindet sich das Grüne Gewölbe, in dem Kostbarkeiten und Kuriositäten aus den Schatzkammern der Wettiner Fürsten ausgestellt sind. Wiederum nur einen Katzensprung entfernt befindet sich die Semperoper. Sie liegt malerisch am Ufer der Elbe und stellt sowohl architektonisch als auch künstlerisch eine Perle unter den Opernhäusern Europas dar. Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche war lange Zeit umstritten. Nicht wenige Dresdner wollten die Ruine als Mahnmal bestehen lassen. Viele Spenden aus aller Welt machten es jedoch möglich, die Frauenkirche im alten Glanz wieder aufzubauen.

Damit sind noch lange nicht alle Sehenswürdigkeiten Dresdens genannt. Für einen Kultururlaub mit Abstechern ins Umland zu Zielen wie der Moritzburg, der Festung Königsstein oder eben auch der Sächsischen Schweiz ist Dresden die allererste Adresse.

Fahrten mit traditionellen Bahnen

16. November 2010

Wer in die sächsische Schweiz reist, der tut dies vor allem, um die Schönheit der Natur zu erleben und zu genießen. So treibt es auch eine Vielzahl der Besucher zu Fuß in die wunderschöne Gegend, denn wandernder Weise lässt sich die Umgebung der Sächsischen Schweiz hervorragend erkunden.
Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist oder sich mal eine kleine Auszeit nehmen möchte, aber nicht einfach nur faul und untätig sein will, der sollte einmal über eine Fahrt mit einer der drei klassischen Bahnen der Gegend nachdenken. Schon mehr als ein Jahrhundert fahren diese Bahnen ihre Strecken durch die Sächsische Schweiz und haben sich heute zu kleinen Geheimtipps unter Touristen gemausert.
Eine der drei Optionen ist die so genannte „Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn“. Ihr Weg führt sie von Bad Schandau durch das malerische Sebnitztal bis hoch hinauf ins Unger-Bergmassiv. So fährt die Eisenbahn eine Strecke, die es landschaftlich wirklich in sich hat: verschiedene Tunnel beeindruckende Dämme, Brücken, Viadukte und wunderschöne Täler werden durchquert und bieten dem Reisenden herrliche Ausblicke. Der Weg ist dabei unter Umständen interessanter als das Ziel und so mancher soll gleich wieder mit zurückgefahren sein. Mit etwas Glück erwischt man sogar einen der regelmäßig fahrenden Traditionszüge, der nicht von einer regulären Diesellok, sondern von einer klassischen Dampflok gezogen wird.
Eine andere Bahn, die erschöpften Füßen gerade Recht kommt und auf ihrem Weg wunderschöne Landschaften durchquert, ist die Kirnitzschtalbahn. Schon 1898 wurde diese damals hochmoderne elektrische Straßenbahn in Betrieb genommen und hat seit dem schon so manchen Einheimischen und genau so viele Besucher zum Lichtenhainer Wasserfall gebracht, der nicht ohne Grund zu den beliebtesten Ausflugzielen gehört.
Noch älter ist die Müglitzbahn, die bereits 1890 begann, ihre bergige Fahrt von Altenberg nach Heidenau zu unternehmen. Etwa 38 Kilometer sind insgesamt zurückzulegen und streckenweise sind die Ausblicke so schön, dass man niemals ankommen möchte. Auch die Müglitztalbahn fährt täglich und ist mit moderner Technik ausgestattet. Doch auch hier sollte man die Augen nach einem Sonderzug offen halten, der mit einer traditionellen Dampflok betrieben wird, was eine Fahrt natürlich zu einem besonderen Erlebnis macht.